Projekt Futtersäcke 2

Seit dem versenken der Jutesäcke sind nun ein paar Monate vergangen. Ich war zwischendurch auf Kontrollgang gegangen und hab mir den Inhalt der Säcke angeschaut. Nach einigen Wochen fällt einem ein sehr strenger und unangenehmer Geruch auf. Gülle riecht dagegen sehr angenehm. Schon beim ersten Blick sieht man, dass die Säcke stark mit Segment gedeckt und dadurch auch die Löcher verstopft sind. Ich hab dann die Säcke aufgebunden und ein paar Handvoll von dem Inhalt herausgenommen, um zu begutachten. Innen sieht es auch ganz schlecht aus. Von Leben keine Spur. Im Gegenteil, man könnte mit dem Material eher Häuser bauen. Der ganze Inhalt ist nur noch eine verklebte Masse, da sich die Segmentablagerungen logischeweise auch darin sammelten. Dann kam das Hochwasser, bei dem weit über 300 Kubik/Sec. abgeflossen sind. Wie zu erwarten hielten die Säcke, selbst in einem Aufzuchtbach, dem hohen Druck nicht stand. Es gibt auch noch die Möglichkeit, metallene Körbe zu verwenden, was ich auch noch ausprobieren werde. Falls wir mit solchen Körben Erfolg haben werden, würde es auch durchaus Sinn machen, wenn die nach dem Bau des Auffangweihers im Sittertal eingesetzt werden könnten, wenn dann auch der künstliche Sunk-Schwall nicht mehr besteht. Gerne darf sich auch jedes Mitglied Gedanken darüber machen, was es noch für Möglichkeiten gäbe oder sonstige Ideen anbringen. Oder vielleicht auch Erfahrungsberichte?

 

Ich werde euch auf dem laufenden halten.

 

 

Obmann Elektrofischen FVSG

Chrigel Steinmann